Verfasst von: liefland | März 7, 2009

Ausgabe Nr. 9 (1788) vom 7. März 2009

Bleibt  fest im Glauben gegründet.                                          Kolosser 1, 23

Auszüge aus Svētdienas Rīts, Zeitung der Evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands, herausgegeben von ICHTYS GmbH, erscheint seit Januar 1920.

Sonntag Reminiscere     Ausgabe Nr. 9 (1788) vom  7. März 2009

Spalte der Redaktion

Gruß aus dem Paradies! Inga Reča, Chefredakteurin der lettischen Kirchenzeitung SR                  Dieses Mal gestatte ich es mir, sehr persönlich zu werden und mein Privatleben zu beschreiben. Richtiger gesagt, nur einige Minuten der vielen Stunden der vergangenen Woche. Aber das waren ganz eigenartige Minuten, die mich glücklich und dankbar werden ließen und mir ein kleines Fenster zu etwas Großem und Unbegreiflichem öffneten. Ich weiß nicht, wie es im Paradies ist, aber diese Minuten ließen mich so fühlen, wie ich es mir bei Menschen ausmale, denen es vorkommt, als seien sie im Paradies IMMER. (Denn EINER sorgt für uns IMMER)

Das erste Geschehen hängt mit meiner Erkrankung neulich zusammen. Wie viele andere, wurde ich auch von einem Virus befallen, was sich mit einem verrückten Schnupfen und unerträglichem Husten bemerkbar machte. Dieser Husten war so unerträglich, dass sich meine Nachbarin von Zeit zu Zeit meldete und mir sagte, dass sie heilende Kräuter hätte, die den Husten gut beseitigen. Zweimal lehnte ich ihre Freundlichkeit ab, denn wo sollte ich dann die Haufen von Tabletten lassen, die mir meine Ärztin verschrieben hatte?! Doch in der zweiten Woche der Krankheit hielt ich die Qualen des Hustens nicht mehr aus. Ich nahm die Kräuter an, nachdem meine Nachbarin mir ausführlich erklärt hatte, wie lange und wie viel Male ich sie kochen und danach verwenden müsste. Und, glauben Sie es mir oder auch nicht, nachdem ich zwei Tage lang das grüne Getränk geschluckt hatte, wurde der Husten erträglicher und verschwand  ganz.

Natürlich kam nach meiner Rückkehr zur Arbeit der ganze Trubel auf mich in einem Maße zu, so dass ich täglich vergaß, meiner Nachbarin zum Dank eine Kleinigkeit zu kaufen… So vergingen einige Wochen mit Gewissensbissen, bis ich mich schließlich „zusammenriss“ und daran dachte! Am Abend klopfte ich, mit einer Schachtel Pralinen in der Hand, an ihrer Wohnungstür. „Aber, was machen Sie da? Das brauchte doch nicht zu sein… Danke, danke… Nein, das war doch wirklich nicht nötig, dass Sie sich so in Ausgaben stürzen.“ Dennoch gelang es mit, meiner Nachbarin die Schachtel in die Hand zu drücken und in meine Wohnung zurück zu kehren. Doch nach wenigen Minuten klopfte es bei mir an der Tür. Als ich öffnete, erblickte ich meine Frau Nachbarin mit einem Teller Karoffelsalat mit Fleisch und roter Beete in der einen und einem Glas Wein in der anderen Hand. „Ich habe übrigens heute Geburtstag. Bitte essen und trinken Sie das auf mein Wohl!“

Es ist unnötig, zu bemerken, dass sich der Kartoffelsalat mit meinen salzigen Tränen vermischte. Im vergangenen Jahr verstarb die Mutter meiner Frau Nachbarin, und ich kann daraus, dass in diesem Jahr bei ihr niemand außer mir angeklopft hat, schließen, dass ich ihr einziger Geburtstagsbesuch gewesen bin.

Das zweite Geschehen spielte sich im Trolleybus ab, wo ein Engel in der Gestalt des Fahrers Mensch geworden war. In aller Kürze: ich wollte einen Besuch machen und bin zu spät erst an der Endhaltestelle ausgestiegen. Als ich dem Fahrer mein Pech schilderte, bot er mir nicht nur an, mich kostenlos zurück zu fahren, sondern hielt meinetwegen nicht an der Haltestelle an, um mich hinaus zu lassen, sondern genau an der Straße, in die ich hinein musste – damit ich nicht unnütz zurücklaufen musste…

So „arbeiten wir uns einander zu“ – als Engel! Solche Augenblicke nehme ich auch als Offenbarungen wahr – mit der Aufschrift „Gruß aus dem Paradies!“

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Warnschilder und Wegkreuzungen Milda Klampe, Evangelistin

Am 16. Februar fand in den Räumen der Luthergemeinde in Riga der Konvent der Propstei Riga statt, an dem 25 Geistliche teilnahmen. Nach einer von Propst Linards Rozentāls gehaltenen  Andacht referierte Baptistenpfarrer  Edgars Mažis über das Thema „Was können wir von den „schlimmen“ Geschichten im Alten Testament lernen?“ Er begann sein Referat mit der Frage, die in den Gemeinden oft gestellt wird: Weshalb stehen solche tragisch endenden Geschichte überhaupt in der Bibel?  Und bei dem Anhören des Referates und bei der Diskussion versuchten auch wir zu begreifen: Ja, warum wohl? Was möchten diese Geschichten uns eigentlich sagen?

Der Apostel Paulus weist 1. Korinther 10 darauf hin, dass sie uns zur Warnung geschrieben sind, und nimmt dabei Bezug auf das goldene Kalb in 2. Mose 32 und dessen Anbetung , als Mose nicht bei seinem Volk ist und Aaron vor dem Druck des Volkes zurück weicht. Er weist dabei nicht nur auf die Anbetung von Götzen, sondern auch auf sexuelle Ausschweifungen hin, die mit dem Baalskult verbunden sind.. Mose, über die Untreue des Volkes auf das äußerste erregt, befiehlt den Söhnen Levis, ihre Brüder zu töten, die gesündigt haben, was den Tod von etwa 3000 Männern zur Folge hat.

Die nächste Geschichte, auf die sich der Apostel Paulus bezieht, ist aus 4. Mose 24: Israeliten betreiben Unzucht mit moabitischen Frauen, welche die Männer auffordern, Baal-Peor anzubeten. Israel versucht die Nachfolge Gottes und Baal-Peors miteinander zu vereinigen. Deshalb ist Elias Frage berechtigt: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Gottes Zorn entflammt und es sterben 24.000 Israeliten.

In einer andern Geschichte, die Paulus aus dem AT zitiert, geht es um das Problem des Murrens – des Murrens gegen Gott (4. Mose 21) und gegen Gottes Gerechtigkeit (4. Mose 17). Das Volk erinnert sich in der Wüste an die Fleischtöpfe Ägyptens und murrt über das Wasser und das Hungerbrot; dieses Murren fordert Gott heraus – zuerst ist das Wasser bitter, und dann gibt es überhaupt keins mehr. Gottes Antwort – Strafe – es kommen 14.700 Menschen um, davon 250 Männer (wahrscheinlich Familienoberhäupter); sie werden von der Erde verschlungen. Auch als das Volk gegen Gott murrt und gegen die Autorität Moses murrt, lässt die Strafe nicht auf sich warten: mit Aussatz wird Miriam und die Söhne Korachs bestrafte. Somit ersehen wir aus den Geschichten des AT, dass die Strafe Gottes dem Anwachsen des Murrens entspricht (die Zahl der Umgekommenen wächst), und die verheißene Gnade Gottes ihre Grenzen hat.

Zusammen mit dem Referenten E. Mažis fragten auch wir: was können wir aus den Geschich-

ten im AT lernen? Paulus schreibt 1. Korinther 10,11: „Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Eas ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist.“ Der Pfarrer betonte, dass die Frage der sexuellen Moral höchst aktuell ist. So gibt es zum Beispiel eine sehr unklare Einstellung, ob ein Paar vor der Trauung geschlechtliche Beziehungen pflegen darf. Mit diesem Thema beschäftigt sich die Bewegung „Wahre Liebe wartet“. Sie versucht ein Warnschild aufzurichten, das es heute leider gar nicht mehr gibt.

Über das Murren heute – Gott prüft in jeder Situation, in allen Verhältnissen, wie wir uns verhalten: murren wir oder erbitten wir seine Hilfe? Das Murren treffen wir auch in unseren Gemeinden an – sowohl gegenüber der von Gott gegebenen Ordnung als auch gegenüber den Leitern.

Die Geschichten, die schlimm enden, stehen im AT, um uns zu zeigen, wie der Mensch ist,

und welche Folgen die Opposition gegenüber Gott und den Leitern seines Volkes hat. Wir

sind Menschen des Neuen Testaments, sagt der Apostel Paulus und betont dabei: macht nicht die gleichen Fehler. Doch wir wissen auch, dass wir es ohne die Kraft Christi nicht vermögen. Das ist Gottes Gnade, mit der uns Gott wirklich so viele neue Möglichkeiten schenkt.

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Die lebendige Diskussion unter den Geistlichen wurde auch durch die Breite der angesprochenen Themen deutlich: sie gingen von der Bewahrung der Propheten (Elisa) und den Konsequenzen der List gegenüber den Patriarchen (Isaak) bis zu Gottes Anweisungen zur Bewahrung der Schöpfung (Mose).

Das zweite Referat von Sandis Ratnieks „Berührungen bei der Kultur“ umfasste zwei wichtige Aspekte: die Fähigkeit, zu anderen Menschen Beziehungen aufzubauen und zu erhalten, und wie man diese Fähigkeit weiter entwickeln und pflegen kann.

Berührungen in der Kirchengemeinde entstehen durch Beständigkeit in der Lehre der Apostel, die Gemeinschaft, durch das Brotbrechen und das Gebet  (Apg 2,42). Doch jeder hat die Gemeinschaft bereits in der Familie erfahren. Ein Pfarrer muss bei der Herstellung der Gemeinschaft stets den ersten Schritt tun, er muss den Menschen erblicken und die Beziehung erhalten können, auch mit denen er es gar nicht möchte, denn er darf seine Antipathie gegenüber seinem Mitmenschen nicht deutlich werden lassen. Der Referent betonte auch, dass

Ein Geistlicher nicht auf einen Menschen zugehen und sich von ihm danach distanzieren dürfte. Das bemerken Pfarrer oft auch gar nicht bei sich selbst, denn dieses Beziehungsbild wurde in der eigenen Kindheit mit den Eltern auch nicht richtig ausgespielt (nach der Statistik bei 46 %). In einer Gemeinde darf es auch keinen ganz engen Kreis zwischen dem Pfarrern und anderen geben. Das kann leicht dazu führen, dass sich die dazu Gehörenden als etwas Besseres betrachten als alle übrigen Gemeindeglieder, und die Gemeinde ihren Charakter als den einen Leib Christi zu verlieren droht.

Die Fähigkeit des Kommunizierens schließt auch die Fähigkeit des Wahrnehmens (nonverbale Information ist zu 55 % die Voraussetzung für das Sprechen) mit ein . Das Verständnis und  die Vorstellung über das Gesagte und Gehörte (nicht nur das Hören der Worte sondern auch das Erkennen des geistlichen Inhalts)  führt zur verbalen und nicht verbalen Kommunikation, zur christlichen Sicht eines Geistlichen (was das Gesprochene über die geistliche und moralische Haltung und sein Verhältnis zu anderen aussagt), zur Lebenserfahrung (die kann wegen anderer Aspekte unerwähnt bleiben), verschiedene Theorien über das Bewusstsein, Unterbewusstsein, über Minderwertigkeitskomplexe. Die  Ursachen für Konflikte zwischen dem Pfarrer und Gemeindegliedern können sein: Veranlagung, frühere Erfahrungen, gegenseitiges Misstrauen, unterschiedliche Standpunkte, Meinungsverschiedenheiten. So haben bei einem Forschungsobjekt  in den USA, an dem 506 Pfarrer teilnahmen, für den Hauptstreitpunkt in den Gemeinden Fragen der Macht und der Kontrolle gehalten  (85 %), danach die fehlende Übereinstimmung in Fragen der Ausrichtung der Gemeindearbeit und der Einstellung zur Arbeit (64 %), drittens den Wechsel in der Leitung (43 %). Die Diskussion über dieses Thema unter den Geistlichen  machte deutlich, dass sehr oft geistliche und psychologische Fragen bei dem Erkennen menschlicher Probleme durcheinander gewürfelt werden. Der Psychologe diagnostiziert, weist auf die Probleme und Traumata hin. Und danach geht der Betreffende zum Pfarrer zur Beichte, um seine geistlichen Fragen zu lösen.

Der größte Teil der Geistlichen gab zu, dass sie sich isoliert und verlassen vorkämen. Deshalb ist es für einen Pfarrer wichtig, eine Persönlichkeit des Vertrauens zu haben (die man auf keinen Fall unter den Gemeindegliedern suchen sollte), am besten den zuständigen Propst.

Der Konvent war wirklich inhaltsreich. Ich hoffe, dass das nicht nur das Überlegen, sondern auch das Handeln durch die Gnade Gottes und in der Kraft Jesu Christi betrifft.

Weltweit gibt es über 72  Millionen Lutheraner. Ingrīda Briede

In jedem Jahr stellt der Lutherische Weltbund die Statistik des vergangenen Jahres vor und gibt bekannt, wie viele Lutheraner in wie vielen Kirchen es weltweit gibt. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Lutheraner um 0,2%  auf über 72 Millionen gewachsen. Dieses

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Wachstum ist den stark wachsenden  Gemeinden in Afrika, Asien und Lateinamerika zu verdanken. Demgegenüber ist die Zahl der Lutheraner in Nordamerika und Europa zurückgegangen. Dem Lutherishen Weltbund (LWB ) gehören zur Zeit 140 Kirchen in 79 Staaten an.

Stabiles Wachstum in Afrika,

In Afrika ist die Zahl der Glieder jener Kirchen, di dem LWB angehören, um 0,9% gewachsen und hat damit  die Zahl von 17,3 Millionen erreicht. Den größten Zuwachs hatte während dieser Zeit  die Evangelisch-lutherische Kirche Kenias, der 100.000 Christen angehören. Die größte Kirche in Afrika – die Evangelisch-lutherische Kirche Äthiopiens, – hat jetzt 5 Millionen Christen als Glieder. Sie ist im vergangenen Jahr um 2,9% gewachsen. Demnach ist sie neben Schweden die zweitgrößte lutherische Kirche in der Welt.

Asien: Plus 3 Prozent.

Die Zahl der Lutheraner im LWB in Asien ist um 3,9 % auf 8,6 Millionen gewachsen. In Kirchen, welche dem LWB nicht angehören, sind das sogar 30,3 %, mit denen sie eine Mitgliederzahl von 183.000 erreicht haben. Die größte lutherische Kirche Asiens ist die Kirche der Batai in Indonesien, der 4 Millionen Gemeindeglieder angehören. Sie ist im vergangenen Jahr um 6,7 % gewachsen. Doch das stärkste Wachstum konnte die evangelisch- lutherische Kirche des Barmherzigen Samariters in Indien für sich verbuchen. Dort fand eine grundlegende Umstrukturierung statt, was zur Folge hatte, dass sich dieser Kirche viele neue Gemeinden anschlossen  Diese Kirche gehört dem LWB nicht an.

Zuwachs in Lateinamerika, Rückgang in Nordamerika

Die größte Kirche dieser Region befindet sich in Brasilien. Die Zahl ihrer Glieder ist um 2 % gewachsen und hat 717.000  erreicht. Die dem LWB nicht angehörende  Evangelisch-lutherische Kirche Brasiliens ist um 1,4 % gewachsen. Ihr gehören jetzt  233.000 Gemeindeglieder an. In Nordamerika ist die Zahl der Lutheraner um 1,4 % zurückgegangen.

Ein Minus in Europa.

Die Zahl der Lutheraner in Europa ist im vergangenen Jahr um 0,6 % zurückgegangen. In Europa gehören den Mitgliedskirchen des LWB zur Zeit 37 Millionen Christen an. In Schweden ist die Zahl der Gemeindeglieder um 1,1 % auf 6,8 Millionen zurückgegangen. Den größten Rückgang an Gemeindegliedern musste die evangelisch-lutherische Kirche Frankreichs verzeichnen, der jetzt 10.000 Christen angehören, um 74 % weniger als im vergangenen Jahr. Doch auch in Europa gibt es Kirchen, bei denen die Zahl der Gemeindeglieder größer geworden ist, so in der Ev.-luth. Kirche Russlands und der Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Polen. Das Land mit den  meisten Luheranern ist weiterhin Deutschland, wo heute 12,5 Millionen Lutheraner leben.

Bischöfe treffen sich mit dem Staatspräsidenten

Über ein Treffen der Leiter der christlichen Konfessionen mit Staatspräsident Valdis Zatlers schreibt Lāsma Gundule von der Nachrichtenagentur LETA.

Es ist sehr schwer, die Wirtschaftskrise auf ökonomischem Wege zu lösen; es ist notwendig, auch über den geistigen Hintergrund in der Gesellschaft nachzudenken, sagte Erzbischof Jānis Vanags nach einem Treffen der Leiter der christlichen Konfessionen am 3. März der Agentur LETA. J. Vanags wies darauf hin, dass die Ursachen der Krise nicht nur im Wirtschaftlichen lägen, sondern auch bei anderen Werten der Gesellschaft. Deshalb ist es nach der Ansicht des Erzbischofs wichtig, die Hilfe an Familien und Kindern nicht aus den Augen zu verlieren, denn diese Hilfe schafft die Rückkoppelung zwischen dem  Staat und der Gesellschaft.

Kardinal Jānis Pujats sagte der Agentur LETA, dass es möglich ist, moralische Werte zu bewahren, wenn man Gott sucht, wozu die Kirche in ihren Gottesdiensten regelmäßig aufruft.

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Nach Pujats Ansicht ist es wesentlich, dass die von der Saeima erlassenen Gesetze nicht zu den Zehn Geboten im Widerspruch stehen und damit den Staat in eine falsche Richtung

führen.

Die gegenwärtigen Beziehungen zwischen der Staatsmacht und der Kirche bewertet der Kardinal als „schweigende Konfrontation“.

Demgegenüber betonte Vanags, dass sich Geistliche nicht in die Politik einmischen sollten, doch der Dialog zwischen der Staatsmacht und Menschen mit christlichen Wertvorstellungen könnte produktiver sein. Eine solche Möglichkeit würde sich durch eine intensive Zusammenarbeit ergeben.

Wie gemeldet wurde, haben die Leiter der christlichen Konfessionen um dieses Treffen gebeten, um über die Rolle der moralischen  Werte der Gesellschaft in dieser wirtschaftlichen

Situation im Lande zu sprechen.

Lettischer Kirchentag 2009

Nehmen wir die Einladung Christi zum Kirchentag 2009 in Valmiera an

Eins der wichtigsten und packendsten Ereignisse unserer Kirche wird der kommende Kirchentag sein, der in diesem Jahr vom 24. bis zum 26. Juli in Valmiera stattfindet. Dieses wird der zweite Kirchentag sein, zu dem wir zusammenkommen, um gemeinsam die Gemeinschaft mit unserem Herrn und den Brüdern und Schwestern aus dem ganzen Lettland zu erfahren.

In ihrer Einladung zum Kirchentag schreiben unsere Bischöfe folgendes: „Zum nächsten Kirchentag kommen wir mit der Einladung Christi aus Matthäus 28,19 im Herzen: ‚Gehet hin und machet…“  Gehen wir hin und tun wir Werke der Liebe, machen wir das, wozu uns Christus aufruft, machen wir zu Jüngern diejenigen, die Christus noch nicht kennen.! Jesus spricht: ‚ Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.’ Das ist eine Einladung zur Sorge um das innere geistliche Leben und zur Heiligung und zum Wachsen in der Liebe Christi, zu unserer Kirche und damit zu uns allen.“

Die Losung des Kirchentages ist in diesem Jahr der Aufruf Christi an seine Nachfolger: „GEHET HIN UND MACHET…“ Unsere Kirche und jeder einzelne von uns ist   aufgerufen, zu gehen und zu Jüngern und Freunden Christi  diejenigen zu machen, die uns gleich sind, diejenigen, die immer beharrlicher eine Antwort auf ihre wesentlichen Lebensfragen suchen. Diese Tage im Juli werden wir gemeinsam nutzen, um in unserem eigenen Missionsbewusstsein zu wachsen und neue Anregungen zu erhalten, dem Gebot Christi zu folgen.

Als das Symbol des Kirchentages 2009 wurde ein Pilgerzeichen gewählt – das Lukaskreuz, das in Turaida entdeckt wurde. Dem Gebot Christi gehorsam haben vor vielen Jahrhunderten die ersten Missionare den christlichen Glauben über die Meere und viele Grenzen in unser Land gebracht. Das kleine Kruzifix, das um 1300 entstanden ist, ist aus der Stadt des Lukas in Italien sowohl nach Lettland, nach Turaida als auch in andere Regionen Skandinaviens gelangt. Im Zentrum des Kreuzes steht Christus, der König und Sieger, der uns auch aufruft, ihm nachzufolgen und mit ihm den Sieg zu erringen.

In unserer Spalte Kirchentag 2009 werden wir auch weiterhin über den Verlauf der Vorbereitungen zum Kirchentag und über alles andere berichten, was dir als Teilnehmer von Nutzen sein könnte. Wir laden ein, die Informationen zum Kirchentag zur Kenntnis zu nehmen und sich schon jetzt auf die Tage in der letzte Woche im Juli in der Gemeinschaft voller Freude und Segen einzustellen.

Der Vorbereitungskreis auf den Kirchentag 2009.

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Wunder.

Jemand machte sich auf den Weg, um sich von dem ungewöhnlichen Ruhm des Großen Meisters zu überzeugen.

„Was für Wunder hat euer Meister vollbracht?“  fragte er einen Schüler.

„Verschiedene Wunder. In Eurem Land spricht man von einem Wunder, wenn Gott den Wunsch eines Menschen erfüllt. In unserem Land ist es ein Wunder, wenn ein Mensch nach dem Willen Gottes handelt.“

Chefredakteurin: Inga Reča

Anschrift der Redaktion: Alksnāja iela 3 .- Riga- LV 1050

E-Mail-Adresse: svetdienasrits@apollo.lv

Übersetzung: Johannes Baumann (abgeschlossen am 13.3.2009)

Brucknerstr. 24.-  D-27711 Osterholz-Scharmbeck

Telefon: 04791-13356

E-Mail-Adresse: baumann-ohz@arcor.de

Nachwort des Übersetzers

Der lettische Kirchentag 2009, der in Valmiera Ende Juli stattfinden soll, wirft auch in SR seine Schatten voraus. In den nächsten Ausgaben wird dieses Thema sicher noch öfter angesprochen werden. Ich hatte Schwierigkeiten bei der Übersetzung der Kirchentagslosung, die sich mit „Gehet hin und machet…“ im Deutschen ein wenig merkwürdig anhört. Aber die Losung ist im Lettischen tatsächlich der abgekürzte Satz „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.“ Deshalb habe ich mich schließlich auch für diese deutsche Version „Gehet hin und machet…“ entschieden. Wir werden im Juli sehen, wie alles ausgeht. J. B.

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